Das Schutzproblem konkretisieren
Beginnen Sie bei einem Arbeitsablauf, der besonders schützenswerte Daten oder einen externen Zugriff umfasst. Erfassen Sie, welche Person oder technische Identität zugreift, von welchem Gerät, auf welche Anwendung und unter welchen Bedingungen. Prüfen Sie dabei auch Abhängigkeiten zu Dienstleistern, mobilen Arbeitsplätzen und gemeinsam genutzten Konten. Ohne eine konkrete Ausgangslage wird „Zero Trust“ schnell zu einem unklaren Produktprojekt.
Identitäten und Berechtigungen ordnen
Stellen Sie sicher, dass Konten einzelnen Personen oder klar verantworteten Diensten zugeordnet sind. Entfernen Sie nicht mehr benötigte Berechtigungen und verwenden Sie für administrative Aufgaben getrennte Konten, sofern die Systeme dies unterstützen. Ergänzen Sie stärkere Anmeldeverfahren und legen Sie fest, wie neue Konten, Rollenwechsel, externe Zugänge und Austritte zeitnah bearbeitet werden.
Geräte und Zugriffswege einbeziehen
Definieren Sie, welche Geräte auf ausgewählte Anwendungen zugreifen dürfen und welche Mindestanforderungen dafür gelten. Dazu können verwaltete Sicherheitsupdates, Gerätesperre und ein nachvollziehbarer Gerätestatus gehören. Ändern Sie Richtlinien zunächst für eine kleine Gruppe und prüfen Sie Anmeldeprotokolle sowie Auswirkungen auf notwendige Arbeitsabläufe. Ein schrittweises Vorgehen hilft, unerwartete Sperren zu erkennen.
Kontinuierlich messen und verbessern
Wählen Sie wenige überprüfbare Kennzahlen, etwa den Anteil eindeutig zugeordneter Konten, offene Admin-Ausnahmen oder Geräte ohne aktuellen Sicherheitsstatus. Legen Sie Verantwortliche und einen Prüfrhythmus fest. Erweitern Sie den Ansatz erst, wenn die erste Gruppe stabil funktioniert und der Support die Änderungen bewältigen kann. Halten Sie Ausnahmen begrenzt, begründet und mit einem Ablaufdatum versehen.
Erste Schritte
- Einen konkreten Daten- oder Arbeitsablauf als Pilot auswählen.
- Konten, Geräte, Anwendungen und Zugriffswege dafür erfassen.
- Berechtigungen und administrative Konten überprüfen.
- Eine kleine Pilotgruppe und messbare Kriterien festlegen.
- Ausnahmen, Rückweg und nächste Überprüfung dokumentieren.
Sie möchten Zugänge, Geräte und Netzwerke gemeinsam einordnen? Informieren Sie sich über Business-IT oder vereinbaren Sie ein Gespräch.
