Welche Daten gehören in den Sicherungsplan?
Erfassen Sie die genutzten Dienste und Arbeitsabläufe, zum Beispiel E-Mail, Kalender, Dateien, Team-Arbeitsbereiche und gemeinsam genutzte Inhalte. Prüfen Sie pro Bereich, welche Informationen geschäftskritisch sind, wer sie verantwortet und wie lange sie aufbewahrt werden müssen. Dokumentieren Sie auch, welche Daten bereits an anderer Stelle gesichert werden, damit Lücken und doppelte Aufgaben sichtbar werden.
Aufbewahrung ist nicht dasselbe wie ein Backup
Aufbewahrungs- und Wiederherstellungsfunktionen können bei bestimmten versehentlichen Änderungen helfen. Sie beantworten aber nicht automatisch alle Fragen zu unabhängigen Kopien, längeren Aufbewahrungszeiträumen oder einer Wiederherstellung nach einem größeren Vorfall. Lesen Sie die aktuellen Vertrags- und Produktbedingungen für Ihre konkrete Lizenz und Konfiguration. Verlassen Sie sich nicht auf Annahmen aus einer allgemeinen Produktbeschreibung.
Eine unabhängige Sicherung passend auswählen
Definieren Sie zuerst Wiederherstellungsziele: Welche Daten müssen wie schnell verfügbar sein und welcher Verlust seit der letzten Sicherung wäre verkraftbar? Vergleichen Sie anschließend Sicherungshäufigkeit, Aufbewahrung, Schutz vor unbefugtem Löschen, Speicherort, Zugriffskontrollen, Exportmöglichkeiten und laufende Kosten. Halten Sie fest, wer den Erfolg überwacht und wie Fehler eskaliert werden.
Wiederherstellung regelmäßig erproben
Ein erfolgreicher Sicherungslauf beweist noch nicht, dass ein Team die benötigten Informationen im Ernstfall findet und zurückspielt. Testen Sie repräsentative Einzelobjekte und einen zusammenhängenden Arbeitsablauf in einer kontrollierten Umgebung. Notieren Sie Dauer, Berechtigungen, Abhängigkeiten und Abweichungen. Wiederholen Sie den Test nach wesentlichen Änderungen an Konten, Richtlinien oder Diensten.
Start-Checkliste
- Daten und Dienste sind inventarisiert und Verantwortlichen zugeordnet.
- Aufbewahrung, Backup und Archivierung sind getrennt dokumentiert.
- RPO und RTO sind für wichtige Arbeitsabläufe abgestimmt.
- Sicherungen sind gegen versehentliches oder unbefugtes Löschen geschützt.
- Ein Wiederherstellungstest ist terminiert und nachvollziehbar dokumentiert.
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